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jueves, 12 de febrero de 2015

Bercianos del Real Camino - Mansilla de las Mulas

Auf dem koeniglichen Weg auf einem Esel? So koennte man den Namen der Etappenorte nach heute den Weg bezeichnen. Aber ich machte die 26km dann doch zu Fuss, denn ein Esel war weit und breit nicht aufzutreiben.
Der Tag fing mit einem praechtigen Fruehstueck an. Rosa, die Herbergsleiterin, hat sich dem camino verschrieben. Als sie ihn vor Jahren machte, wurde bei ihr Krebs diagnostiziert und in Spanien gab man ihr zwei Monate. Ein Pilger empfahl ihr, in Italien die Untersuchung und Heilung zu versuchen. Im Hospital Santa Clara schaffte man es und als sie gesundete, loeste sie all ihr Hab und Gut in Barcelona auf und eroeffnete eine Herberge (Santa Clara natuerlich, als Dank ihrer Heilung) und widmet sich nun seit 4 Jahren mit Hingabe den Pilgern. Es ist angenehm bei ihr und man spuert, wie wohl sie sich fuehlt, anderen wildfremden aber idR immer netten Menschen einen schoenen Aufenthalt zu verschaffen.
Mit der Erinnerung an das Gespraech machte ich mich auf den Weg, nachdenklich aber auch positiv bewegt. Und so ging es gut und angenehm bei heute wolkigem Himmel durch die wenigen Doerfer, wo noch zahlreiche Haeuser mit Adobe gebaut stehen...oder manchmal auch nicht mehr so sehr. Ein Selbstfoto am Wegesrand (im Spiegel, so musste ich mich fuer das Selfie nicht so verrenken...) und nachmittags kam ich an meinem vorletzten Ziel an. Nun habe ich die Vorfreude auf den morgen schon letzten Tag meines ersten Teils des Jakobweges, der erst einmal in León aufhoert, mich aber ganz sicher irgendwann bis nach Santiago de Compostela fuehren wird.

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