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viernes, 13 de noviembre de 2015

7. Calvor - Portomarín (28km)


Heute war der letzte Tag dieser wundervollen zweiten Etappe meines Jakobsweges. Sie hätte eigentlich nicht schöner enden können, denn der heutige Weg ist glaube ich dass, was sich viele Menschen unter dem Jakobsweg vorstellen. Es ging nahezu ausschließlich durch die meist leicht hügelige galizische Natur, über viele kleine bist kleinste Dörfer, wo man den Eindruck hatte, dass hier zwischen Natur und Vieh noch die Welt in Ordnung ist. Manchmal fühlte man sich wirklich um 50 Jahre zurückversetzt. In einem der ersten Dörfer lud uns der Dorfpfarrer ein, seine Kirche aus dem 12. Jahrhundert zu besuchen und zu stempeln. Sie wurde zur selben Zeit gebaut wie die Kathedrale von Santiago de Compostela. So hatten wir ein wenig dieses Gefühl, denn die Ankunft in Santiago muss noch ein wenig warten. Es war ein schöner Ort, beschaulich und angenehm für eine kurze Rast.
Froh ging es weiter, mal begleitet von Milchkühen, die vom Stall zur Wiese getrieben wurden, mal inmitten von grünen Feldern umringt von jahrzehntealten Steinmauern oder auch in einem Esskastanienwald. Es war einfach eine Freude des Laufens, besser kann man es sich nicht vorstellen. Und jeder Pilger, der Richtung Santiago läuft, muss einfach immer freudiger werden und animiert, dieses herrliche Erlebnis zu beenden.
Angekommen in Portomarín dürfen wir uns nun verdient ausruhen. 212km in den Füßen und vor allen Dingen im Kopf mit so vielen neuen Eindrücken, die sich jetzt erst einmal setzen werden. Alles hat bestens geklappt, ohne Blasen, ohne schwerwiegende Muskelschmerzen oder Verletzungen.
Jetzt warten wir auf die Ankunft von C und J und so werden wir in ihrer Begleitung heute Abend unsere Leistung ein wenig feiern.
Und morgen dann ganz in Ruhe ein wenig Tourismus zu machen in Lugo.

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