jueves, 12 de noviembre de 2015
6. O'Cebreiro - Calvor (34km)
Frühmorgens bei Dunkelheit ging es los. Früher als gedacht, weil die Herberge doch sehr voll war und wir schon früher wach aber auch ausgeschlafen waren.
So zogen wir als erste los, und es war auch gut, denn am Ende sollte es die längste Etappe werden.
Um 8h fanden wir eine Bar, um unser stärkendes Frühstück zu uns zu nehmen. Danach erlebten wir einen tollen Sonnenaufgang in den Farben der bunten Blätter der Herbstbäume. Mitten in der Natur und auf der sonnigen Höhe. Denn in den Tälern lag wie auch in den vergangenen Tagen der Nebel. Es sah aus, als wären dort große Seen. So zogen wir über Wege, leicht bergauf, leicht bergab, aber kein Asphalt und dies war wohltuend. Galizien ist ein feuchtes Land, sowohl Bäume als auch Steinmauern sind von grünem Moos überzogen. Und wegen der Jahreszeit auch viele Pilze. L sagte schon seit Tagen, dass es schade ist, keine Gaumenfreuden mitzunehmen, weil sonst der Rucksack zu schwer wird. Er wird mit dem Auto noch einmal kommen müssen.
Gestern sagte ich schon, dass sich das Land dem Sauerland ähnelt. Heute kann ich es nur noch einmal bestätigen. Nicht nur von der Landschaft auch die Gerüche nach Landwirtschaft: Heu, Stroh, Vieh- und Traktorduft....alles wohlbekannt und für eine Wanderung und Pilgerreise sehr treffend. Kleine Kapellen am Wegesrand laden auch zu ein wenig Ruhe ein. Wir haben das Laufen heute sehr genossen und es sind wirklich die besten Tage. Natürlich auch wegen des Wetters, ein absoluter Glücksfall, besser hätten wir es nicht wählen können.
Pilger sind immer zahlreicher und aus vielen Nationen, aber kaum Spanier. Heute werden wir aber glaube ich die einzigen in der Herberge sein, denn sie liegt kurz vor Sarria und hier hält niemand mehr. Uns ist es recht, denn heute waren es schon genügend Kilometer und morgen ist der letzte Tag.
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